Archiv für November 2006

mittagspause bei gericht

Donnerstag, 23. November 2006

 

prolog
in meiner mittagspause signalisierte mir mein privates telefon, dass jemand meine stimme hören wollte. neugierig wie ich bin konnte ich dank reverssuche den anrufer herausfinden: amtsgericht ida oberstein. in verdrängung sämtlicher anklagegründe rief ich den anrufer zurück, in der hoffnung, er wolle immer noch meine stimme hören.

telefonat
beamter-xy: ja [nuschelt irgendwas von wegen essen, soll später kommen; geschätztes alter: 50+], mein rechner fährt erst wieder um dreizehndreissig hoch.
moi: guten tag, sie hatten versucht mich anzurfen.
beamter-xy: ja kann sein, ich hab aber jetzt mittagspause.
moi: schön.
beamter-xy: ja und ich bin auch nicht im büro und das essen steht auf dem tisch.
moi: [haben die jetzt funktelefone oder rufumleitung aufs handy bei gericht???] sie wollten mich sprechen. was ist der grund.
beamter-xy: rufen sie um 13 uhr dreissig wieder an. ich habe jetzt mittagspause. [bestimmender tonfall]
moi: [den tonfall kann ich über] hören sie, sie riefen bei mir auf meinem privatanschluss an. ich habe jetzt auch mittagspause. entweder wir regeln das jetzt fix oder sie versuchen mich noch mal später zu erreichen, wenn sie und ich wieder arbeiten. und sie werden mich dann nicht mehr erreichen.
beamter-xy: ach sie haben jetzt mittagspause? wie war ihr name noch mal?
moi: grimm
beamter-xy: sagt mir nix. wann habe ich sie angerufen?
moi: ca. oder auch exakt um 11:14 uhr.
beamter-xy: wo? hmmm? ach da wollt ich mit herrn xyz telefonieren und die telefon-cd sagte, sie wohnen bei ihm im haus. kennen sie den?
moi: nö, der wohnt hier garantiert nicht.
beamter-xy: wohnen sie nicht in hausnummer 83?
moi: die hausnummer gibts hier in der strasse nicht.
beamter-xy: dann ist die telefon-cd falsch.
moi: naja, wird wohl so sein. schönen tag dann noch.

ich möchte nur mal wissen, gar nicht erst erleben, was passiert, wenn ich so mit einem kunden sprechen würde.

ich spinne

Dienstag, 21. November 2006

 

gerade habe ich bei der webhosting-hotline angerufen, weil der seitenaufbau meines packetes extrem langsam war in letzter zeit. teilweise brauchte ich für die blog-seite bis zu 25 sekunden. mit dsl 6ooo ein wenig langsam ;). noch während des telefonats wieder getestet, nachdem der callboy callcenterjunge sagte “die seite geht bei mir ganz fix.” und siehe da, rennt schneller wie zuvor. komisch. wenn es jetzt nicht schon längere zeit so lahm gewesen wäre und mich schon leute drauf angesprochen hätten, dann …. ich unterstelle ja niemals was. komisch. aber nun geht ja wieder alles ratzfatz :)

EDIT: das abschicken des beitrags dauerte gestoppte 56 sekunden. der seitenaufbau des frontends dann 34 sekunden. ole ole-so laafd die gschischd

ich bin die auskunft

Dienstag, 21. November 2006

 

hat man heutzutage keine telefonbücher oder gelbeseiten mehr daheim? gut, ich nutze online-dienste dafür. gerade rief mich jedoch ein eigentümer einer von uns verwalteten weg an:

er:”hallo herr grimm, gerade ist mein fernseher, den ich vor einem jahr gekauft habe, kaputt gegangen. ich brauche dringend einen techniker. wen nehmen sie denn da so?”

da ich stets freundlich und hilfsbereit bin, zumindest versucht bin, hab ich ihm die adresse und telefonnummer des haus- und hof-fernsehtechnikers gegeben. ich hoffe, er hilft schnell und zügig.

480 liter bücher

Donnerstag, 16. November 2006

 

wer hat sich nicht schon längst die frage gestellt, in welchen einheiten man ein buch messen kann. der eine sagt “seiten”, ein anderer “euronen”. wieder andere messen ein buch in liter. zur letzteren art gehöre ich. seit heute.

da ich gerade an der intranet-page des büros rumfuschle und an einem php-problem hing, begab ich mich in meinen kellerraum, in dem ich meine bücher zwischengelagert hatte. dem aufmerksamen leser fällt an der zeitwahl auf und fängt wohl anhand der überschrift an, in die richtige richtung zu denken.
als ich ich den ersten umzugskarton mit büchern hochheben wollte, ich ihn aber nicht anheben konnte, dachte ich noch an muskelschwund. beim nächsten das gleiche spiel. verwundert öffnete ich einen karton, um ihn dann noch schneller wieder zu schließen. ich glaube noch jetzt, da drin hatte sich etwas bewegt.

was war geschehen? einst waren bücher in den kartons und jetzt flauschig weiche tiere???
während eines wohl heftigen sommergewitters muss das regenwasser in den lichtschacht vor meinem kellerfenster gelaufen sein. da es nicht schnell genug ablief, hat es sich an irgendeiner stelle am fenster reingedrückt. in einer plastikkiste, die unterhalb des fensters stand, war jetzt noch ca. 1o cm hoch das wasser. inklusive den mückenlarven. sämtliche meiner möbelstücke und bilder inklusive Rahmen, die ich dummerweise auf dem boden gelagert hatte, waren aufgequollen. meine bücher hatten in den kartons schimmel angesetzt. von weiß über blau, rot, gelb, grün bis schwarz. praktisch alle farben eines regenbogens zuzüglich weiß und schwarz. ich konnte, da ich es erst jetzt bemerkte, nur ca. 15 bücher retten. der rest wanderte in zwei 240 liter papiertonnen. beide bis oben hin voll. man sieht, bücher können in liter gemessen werden.

ich möchte eigentlich gar nicht wissen, was da an wert vernichtet wurde. trotzdem denke ich daran und überlege. schätzungsweise waren über 80 % sachbücher. die möbel und bilder; egal. aber die bücher. eine versicherung wird nicht dafür aufkommen.

das positive an der geschichte: beim nächsten umzug muss weniger gewicht geschleppt werden und ich habe ein paar ersatzbeschaffungen weihnachtswünsche mehr.

stolz

Mittwoch, 15. November 2006

 

ich wollte eigentlich nur kurz erwähnen, dass ich auf meinen erzeuger sehr stolz bin. trotz seiner langen computerphobie schreibt er fast gänzlich ohne unterstützung emails, verwaltet seine kontakte eigenständig, pflegt seinen kalender und !!! reserviert sich hotelzimmer online.

bin schon stolz auf ihn.